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So meine Lieben,
soviel zunächst zu meinen Erlebnissen der letzten Wochen in Down Under. Vom 05.12.2009 bis zum 08.01.2010 werde ich endlich meinen lang ersehnten Urlaub machen und mit meinem Campervan Richtung Süden über Sydney bis kurz hinter Melbourne fahren. Ich hoffe der Wagen hält durch und ich kann alle meine Pläne umsetzten.
Am 27.01.2010 werde ich meine Heimreise antreten und nach einem 40 Stunden Flug am 28.01.2010 in Hamburg landen. Ich hoffe ich werde ein paar Tage bleiben können. Wohin mich danach die Firma sendet weiß ich leider noch nicht.
Ich freue mich schon Euch hoffentlich alle wieder zu sehen.
Ich vermisse Euch sehr!
Knuddler von Eurem Lenchen
13:35 - 14.11.2009 - {0}
Glas House Mountains
Der National Park wird aus 16 Vulkanfelsen bestehenden Glas House Mountains bebildet. Die wirklich eigentümlich Aussehenden über 500 m hohen Berge, mit den steilen Felswänden, ist das Ergebnis mehrer Millionen Jahre Erosion. Ich bin hier zu einem Lookout gefahren an dem man eine tolle Aussicht über die Berge hat und habe eine schweißtreibende Wanderung durch die Sonne um einen der Felsen herum gemacht.
Glas House Mountains


Den Berg habe ich umrundet

Felsiger Aufstieg zum Berg
13:29 - 14.11.2009 - {0}
Border Range National Park
Der Border Range National Park liegt auf der Grenze zwischen Queensland und New South Wales, 40 Kilometer von Murwillumbah entfernt. Er ist 31.729 ha groß und gehört zum Weltnaturerbe. Ein Viertel aller Vogelarten in Australien sind hier zu finden und er besteht hauptsächlich aus Regenwald. Der Park ist nur auf einer sehr, sehr steilen Schotterpiste erreichbar. Hätte ich gewusst wie steil und lang die Schotterpiste in den Park ist hätte ich das Dutton besser nicht angetan. Am ersten Plateau nach Stunden und nur ein paar gefahrenen Kilometern bei 20 h/km war dann Schluss mit der Abenteuerfahrt. Hier gab es einen schönen Rundwanderweg durch den Regenwald.
Ein Waterdragon auf dem Weg zum NP

Ausblick aufs Tal
Regenwald
Steile Schotterpiste
Nach dem Ausflug: Dutton schnutzig bis unters Dach
Byron Bay
Die kleine Stadt direkt am Meer ist ein Shoppingparadies mit vielen kleinen Boutiquen, netten Cafés und ohne Hochhäuser. Leider ist Byron kein Geheimnis unter den Backpackern und somit gnadenlos Überlaufen. Mein Geldbeutel war am Ende wesentlich leichter und meine Koffer wesentlich schwerer. Am Besten hat mir eine Wanderung zum Leuchtturm, der an der östlichsten Spitze vom australischen Festland steht, gefallen. Von hier aus habe ich das erste Mal Wale gesehen, die sehr nah an der Küste vorbei geschwommen sind.
Der Leuchturm



Wunderschöner bunter Käfer

13:16 - 14.11.2009 - {0}
Surfers Paradise and Sea World
Surfers Paradise ist das Ziel eines jeden Touristen an der East Coast. Große Hotelhochhaustürme säumen den Rand der Strände und sehen und gesehen werden ist hier ganz GROßGESCHRIEBEN. Die Strände haben ganz weißen und weichen Sand und das Wasser ist glasklar, aber leider ist alles sehr touristisch und verleitet einen zum Weiterfahren.
Hochhäuser am Strand von Surfers Paradise

Sea World ist eine kleine vorgelagerte Halbinsel und liegt ein paar Kilometer nördlich von Surfers Paradise und hat tolle Strände ohne Hochhausberge.
Ich im sexy Neo
Springbrook National Park
Der Springwood National Park liegt westlich der Gold Coast und ist ein 900m hohes Plateau was ein Überbleibsel eines riesigen Vulkans der vor mehr als 20 Mio. Jahren ausgebrochen ist. Die Landschaft ist durch Schluchten, Klippen und Wasserfälle geprägt und die Vegetation besteht aus kühlen Regen- und Eukalyptuswald mit dichten Weinrebendächern, Würgefeigen und Palmen. Ich habe eine tolle mehrere Stunden dauernde Wanderung zu den Purling Brook Falls gemacht. Das ist ein großer Wasserfall unter dem man durchgehen kann. Das war das erste Mal, dass in meinem Leben in einem Regenwald war.
Auf dem Weg hoch in den Springbrook National Park
Purling Brook Falls


Lamington National Park
Westlich vom Springbrook National Park liegt der 200 Quadratkilometer große Lamington National Park. Schroffe Berge, subtropische Regenwälder und Riesenfarne prägen die Landschaft. Die Tierwelt ist wirklich einzigartig an diesem Ort: Ich habe Gelbnacken- und Seidenlaubenvögel, Wallabys und Rotwangen-Zwergpapageien und vieles mehr gesehen. Ich habe mich zwei Tage in dem Park aufgehalten und verschiedenen Wanderungen gemacht. Besonders haben mich kleine versteckte und wunderschöne Wasserfälle sowie ein Tree Top Walk (Baumwipfelwanderung) begeistert.

Rotwangen-Zwergpapageien
Tree Top Walk

Aussicht vom Tree Top Walk
Bezaubernder kleiner Wasserfall

Riesen Bäume im Regenwald



North Stradbroke Island
Die Insel “Straddie” liegt 30 km südöstlich von Brisbane und ist mit der Fähre von Cleveland erreichbar. Auf der Insel fährt ein öffentlicher Bus zwischen drei Punkten hin und her und hat mich in den Norden der Insel zum Point Lookout mitgenommen. Die weißen Strände und die schroffen Felsen sind wunderschön. Ich habe eine lange Strandwanderung gemacht und eine große Gruppe von Delfinen entdeckt. An einem Strand hat gerade ein Surfwettkampf stattgefunden. Immer drei Personen hatten fünf Minuten auf dem Meer um die Wellen besonders spektakulär zu reiten und dafür gab es dann Punkte von der Jury. Ich nehme dann vielleicht in meinem nächsten Leben daran teil (-;

Strand von Straddie


Ist das ein Qualle oder ein Aussererdischer? Hinweise und Tipps ausdrücklich erwüscht!



Ein ganz kleiner Strandkrebs
12:44 - 14.11.2009 - {0}
Calundra
In Calundra insbesondere im Abschnitt Currimundi habe ich einige Wochenenden an verschiedenen Stränden verbracht und probiert auf meinem Surfbrett zum Stehen zu kommen: Ich denke knien und tauchen trifft das ganze besser. Am Besten fühlt man sich dann noch, wenn fünf Jährige an einem vorbei Surfen als wenn sie mit dem Brett an den Füßen auf die Welt gekommen wären. Ich trainiere hart, aber ich glaube in diesem Leben wird das nichts mehr mit der professionellen Surfkarriere.
Surfer vor der Küste von Currimundi (nein das bin nicht ich!)
Dutton und das Campingkaos
Schiffswrak am Strand
Sonnenuntergang am Strand
12:34 - 14.11.2009 - {0}
Hallo meine Lieben,
nun endlich wieder mal ein Lebenszeichen von mir aus Down Under. Ich habe in den letzten zwei Monaten an den Wochenenden das gesamte Umland von Brisbane mit meinem Campervan bereits. Die Landschaft an der East Coast ist fantastisch vielseitig und begeistert mich immer wieder aufs Neue. Ich habe hier die Möglichkeit nach Norden in die Region Sunshine Coast oder nach Süden in die Region Gold Coast und weiter noch bis New South Wales zu fahren oder in die Mitte ins Brisbane Hinterland.
Ich und Dutton
12:29 - 14.11.2009 - {0}
Hallöchen meine Lieben,
nachdem ich die ersten drei Wochen und insbesondere die Wochenenden damit verbracht habe nach einem Campervan zu suchen bin ich sehr froh dass ich nicht die ersten Exemplare genommen habe, wo z.B. die Rückspiegel fehlten (die mir der kanadische Besitzer erklären wollte auch nie braucht), die Türen und Kofferräumen nicht schlossen, tropfenden Unterböden, Beulen und Rost ohne Ende, Löcher im Dach, links und rechts Drive etc. Als ich schon dachte die sehen wohl immer so aus habe ich mich mit einem französischen Pärchen in Surfers Paradise getroffen. Der Campervan ein Mitsubishi Starwagon von 1993 war einfach perfekt: kaum Rost, guter Motor, vier Sitze, Bett, alles möglich was man zum Campen braucht und das beste zwei Surfbords zum Wellenreiten und Neoprenanzüge. Er ist zwar etwas langsam aber ich hoffe er hält das nächste halbe Jahr.
Die Verkäufer aller Campervans hätte ich im Übrigen alle auf der Stelle gekauft und mitgenommen: Wirklich abgefahrenen Leute!
Mein neuer Van trägt den Namen „Dutton“ und stammt von den Vorbesitzern. Meine Arbeitswoche hat nun nur noch drei Tage, Freitag und Montag fühlen sich mit gepacktem Van bereits wie Wochenende an.

Darf ich vorstellen das ist Dutton, bitte alle anschnallen und los gehts!

Also wenn ihr mich sucht ihr findet mich am Strand,
knuddler von Eurem Lenchen
20:11 - 3.09.2009 - {0}
Hallihallo von der East Coast meine Lieben,
nun bin ich am 31.07 endlich nach einem Monat warten nach Brisbane umgezogen. Mit einem lachenden und einem weinendem Auge saß ich im Flugzeug. Simonchen, Thomy, Felix und Björn haben mich am Morgen zum Flughafen in Perth gefahren. Der Abschied war nicht leicht aber ich habe mich riesig gefreut, dass alle mitgekommen sind um mich zu verabschieden.
Der Flug übers Outback war atemberaubend, Ich saß viereinhalb Stunden mit platt gedrückter Nase, offenem Mund und bewaffnet mit meinem Fotoapparat am Flugzeugfenster und kam aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Die Fotos zeigen leider nicht mal ansatzweise die tollen Farben und Formen des Outbacks. Das war wirklich ein einmaliges Erlebnis für mich.
Blick vom Flugzeug aufs australische Outback
Nachmittags bin ich dann in Brisbane gelandet und direkt zu meinem neuen Wohnhaus in Kuraby (Stadtteil im Süden von Brisbane) gefahren in dem ich das nächste halbe Jahr mit drei weiteren Fellows wohnen werde. Das Haus ist wirklich schön und sehr geräumig. Das Haus ist nur leider wie alle Häuser in Australien wie aus Pappe und daher sehr hell hörig und schlecht isoliert.
Die Shuttleworth Street in Kuraby mein neues Wohnhaus
Mein neues Zimmer
Das Wohnzimmer mit offener Küche im Rücken
Blick von unserer Terrasse ins Grüne
An meinem ersten Wochenende habe ich erst einmal die Umgebung und Brisbanecity unsicher gemacht. Die Stadt ist sehr schön mit ganz viel Grün und direkt am Fluss gelegen. Es ist es eine wirkliche Großstadt mit allen Vorzügen und Nachteilen (z.B. endlos weite Entfernungen).
Brisbanecity vom Fluß aus
Eine der zahlreichen schönen Grünanlagen in der Stadt
Bis zum Strand muss ich nun leider eine Stunde fahren, dafür hab ich hier Surfers Paradise und die Sunshine Coast.
Alles Liebe
von Eurem Lenchen
19:39 - 3.09.2009 - {0}
Hallo meine Lieben,
ein aufregendes halbes Jahr in Freo (Fremantle) geht nun für mich zu Ende. Nachdem mein Flug nach Brisbane vom 01.07. auf den 13.07. und dann auf den 31.07. aufgrund des verzögerten Starts des Travel Smart Projektes verschoben wurde, kam die Abreise dann doch sehr plötzlich. Nachdem ich bereits zwei Mal auf meinem gepackten Koffer saß und in Gedanken mich bereits von der Stadt und insbesondere von den Menschen dort verabschiedet hatte, glaubte keine wirklich mehr daran, dass ich wirklich irgendwann für immer gehe.
Ich kam als Fremde nach Fremantle, in eine fremde Stadt, in ein fremdes Land, mit fremder Sprache, verwirrendem Linksverkehr, verdrehtem Sonnenauf- und untergang, fremden Menschen, fremder Kultur und unerträglicher Hitze. Nach einem halben Jahr ist Freo zu einem zweiten Zuhause geworden mit vielen Menschen die ich lieb gewonnen habe.
Vielleicht war es ein Abschied für immer, daher als Erinnerung an eine sehr bewegte und schöne Zeit in der liebenswerten kleinen Hafenstadt Freo:
Eingang zu den Markets
Die Markets haben immer von Freitag bis Sonntag die Türen geöffnet. Zu kaufen gibt es Obst, Gemüse, Backwaren, Geschenke, Andenken und noch vieles mehr. Ich habe auf den Markets jeden Sonntag zwischen vier und fünf eingekauft. Abgelaufen ist es zu dieser Zeit wie auf dem Fischmarkt in Hamburg: Jeder Verkäufer wollte noch für nen Appel und nen Ei seine Waren an den Mann bzw. die Frau bringen.
Die Markest
Der Hafen und der Strand von Freo an dem ich viel Zeit in der Sonne und im Wasser verbracht habe.
Sonnenuntergang am Southbeach
Und mein letztes Companyhouse im Moran Court in dem ich zuerst mit Wolfgang und Simonchen und später noch mit Felix gewohnt habe.
Mein altes Wohnhaus im Moran Court
Meine alte Wohngemeinschaft als Fotomontage (v. l. Felix, Simonchen und Wolfgang)
Knuddler von Eurem Lenchen
18:49 - 3.09.2009 - {0}
Hallo ihr Lieben,
nun ist es bereits Mitte Juni und in Australien ist Winter. Das bedeutet kräftiger Tropenregen, Sturm und Temperaturen zwischen 10 und 20 Grad tagsüber und zwischen 4 und 10 Grad nachts. West Australien bedenkt uns derzeit dennoch zwischendurch mit wunderschönem Sonnenschein.
Somit sind Wolfgang, Thomas, Björn, (Felix musste mit verstauchtem Fuß leider zu Hause bleiben) und ich an einem dieser schönen Tage in einem gemieteten Auto in die Hills zum Wandern gefahren. Die Hills sind ein großes Waldgebiet ca. 40 Kilometer östlich von Perth entfernt.
Auf dem Weg in die Hills ist uns ein Schwein zugelaufen, das uns den gesamten Tag bei allen unseren Wanderstrecken begleiten sollte. Er war so dick, dass Thomas und ich auf der Rückbank des Autos kaum Platz zum atmen hatten. Aber was tut man nicht alles für ein armes Schwein.
Der Mietwagen, Wolfgang und das Schwein
Unser erster Halt führte uns zum Mundaring Weir. Dieser ist ein riesiger Staudamm der von dem irischen Ingenieur C. Y. O'Connor zwischen 1940 und 1950 erbaut wurde. Der Staudamm kann zu Fuß überquert werden, welches wir natürlich machten. Der Blick über den Stausee war wunderbar.
Der Mundaring Weir
Blick über den Mundaring Stausee
Ich und das Schwein auf dem Staudamm
Auf der anderen Seite des Staudamms befand sich das touristische Niemandsland mit seltsamen Läden und einem Hotel mit unwirklicher Parklandschaft. Hier musste das Schwein eines seiner vermissten Gefährten aufgespießt als Spanferkel entdecken. Als Aufheiterung durfte es auf einer lila Harley reiten, bis wir ordentlich Ärger von den Besitzern bekamen.
Die lila Harley und das Schwein
Wir nahmen daraufhin lieber Reißaus mit unserem geladenen Gefährt (war natürlich nicht unser).
Was in Australien alles so möglich ist!
Die Fahrt führte uns zu einem acht Kilometer langen Wanderweg durch die Hills der sich Paten´s Brook Track nannte und den wir dann auch nach dem zweiten Anlauf fanden. Der kleine Umweg belohnte uns mit sehr zu traurigen Papageien, die es hier sehr häufig gibt.
Nur ein Vogel aus der prächtigen Vogelwelt Australiens
Die vielseitige Landschaft von Australien hat mich erneut begeistert. Die Vegetation ist nicht vergleichbar mit dem was ich Deutschland kenne und bereits zuvor hier in Australien gesehen habe.
Palmen im Wald
Seltsame Früchte
Meine Begleiter Wolfgang, Björn und Thomas (v. L)
Ich in einem ausgehöltem Baum
Am Ende der Wanderung habe ich mein erstes lebendiges Känguru gesehen. Es saß friedlich mitten auf einer großen Wiese und hat genüsslich gegrast. Es war so unauffällig, dass wir fast an ihm vorbeigegangen sind ohne es wahrzunehmen.
Mein erstes lebendiges Kanguru
Und damit nicht genug einige Minuten später standen zwei weitere Exemplare am Wegesrand und sahen uns neugierig an.
Nach unserer zweieinhalb Stunden Wanderung steuerten wir mit dem Wagen unsere dritte Station des Tages an den Golden View. Von dieser Aussichtsplattform hatten wir einen wunderschönen Ausblick über den Staudamm und das Tal.
Wunderschöner Blick über das Tal

Die Wandercrew und das Schwein
Alles Liebe Euer Lenchen
19:46 - 23.06.2009 - {0}
Über Ostern bin ich an der Westküste Australiens mit Robert und Eric in einem Mietwagen Richtung Norden gefahren.
Unsere erste Station war der Nambung National Park. In diesem liegt die spektakuläre, fast außerirdisch anmutende Pinnacles Desert, in der Tausende von Kalksteinsäulen über die mondähnliche, goldfarbene Wüstenlandschaft verteilt sind. Der kalkhaltige Wüstensand entstand aus Muschelschalen, die durch Regen komprimiert wurden, dann erodierten und schließlich Säulen bildeten. Wir haben die Möglichkeit genutzt mit dem Wagen hindurch zufahren und somit das ganze Gebiet zu erschließen.
Jumping Lena umgeben von Pinnacles

Ich, Robert und Eric im Nambung National Park

Nach dem Besuch sind wir weiter nach Geraldton gefahren, wo wir ein Zimmer im Batavia Backpacker Hostel für zwei Nächte gebucht hatten (ja habe aus Margaret River gelernt). Die Kneipentour am Abend beschränkte sich auf ein Restaurant, da alles andere bereits um 9 pm geschossen hatte. Das Hostel war wirklich schön und erinnerte mich irgendwie an den Film „Tiger and Dragon“.
Batavia Backpacker Hostel in Geraldton
Nach einer angenehmen Nacht im Stapelhochbett haben wir uns weiter Richtung Norden zum Kalbarri National Park aufgemacht. Der Park mit seinen Eukalyptusbäumen und dem roten Sandstein umfasst mehr als 1.000 km Buschland, Schluchten und Klippen. Die Fahrt ging 20 km auf einer unbefestigten Straße (Sandpiste) mitten in den Park. Durchgeschüttelt und schweißgebadet haben wir eine Plattform erreicht von der man einen acht Kilometer langen Wanderweg (Loop) bewandern kann.
Im Kalbarri National Park
The window
Ungeachtet der vielen Hinweisschilder haben wir uns in der Mittagshitze mit 2,5 Liter Wasser, drei Bananen und zwei Äpfeln aber mit viel Sonnenmilch auf den Wanderweg gemacht. Sicher in 1,5 Stunden zurück zu sein. Bereits beim Abstieg kamen und Zweifel über die Länge des Rundweges, des Schwierigkeitsgrades der Bergtour sowie der eingeschlagenen Richtung (mit dem Uhrzeigersinn).

In der Schlucht vom Loop
Die Landschaft war wirklich atemberaubend schön, so wie ich mir Australien immer vorgestellt habe: roter Sandstein, Eukalyptusbäume und tiefe Schluchten. Getrübt wurde der Rundgang von tausenden von Fliegen die uns als Taxi benutzten, dem nach zwei Stunden ausgehenden Wasser sowie den nicht sichtbaren Rundgangschildern. Nach über vier Stunden haben wir dann den Gipfel des Rundganges erreicht und waren doch ganz glücklich das Ende bereits in Reichweite zu sehen.
An der höchsten Stelle angekommen
Zurück am Ausgangspunkt haben wir dann doch noch mal die Schilder gelesen und mussten erfahren, dass 3-4 Liter pro Person für diese Tour benötigt werden, man bestenfalls am Morgen oder Abend wandert und viel Fliegenschutzmittel benutzten sollte.
Wer lesen kann ist klar im Vorteil

Auf der Rücktor nach Geraldton zu unserem Hostel, haben wir noch an einem schönen Strand am Red Bluff gepicknickt.
Am Red Bluff
Am nächsten Tag haben wir uns zu unserem nördlichsten Ziel unserer Reise nach Monkey Mia aufgemacht. Unser erster Halt war das Meeresschutzgebiet der Harmelin Pool mit einer weltweit bekannten Kolonie von Stromatolithen, der 27 km von Harmelin entfernt liegt. Gebildet werden die braunen felsähnlichen Formationen von Mikroben, die fast mit denjenigen Mikroorganismen identisch sind, die vor 1,9 Mrd. Jahren existierten und sich dann zu komplexeren Lebensformen weiterentwickelten.
Am Harmelin Pool
Stromatolithen durchsetzt mit Wagenspuren zur Schiffsbeladungen (wachsen in 30 Jahren nur 1cm)
Die zweite Station war die Shell Beach 50 km von Harmelin entfernt. Der Strand ist von einer dicken Schicht von kleinen Herzmuscheln überzogen. Regenfälle zementieren die Schalen zusammen, sodass robuste weiße Muschelziegeln entstehen. Die Farben waren einfach wunderschön.

Shell Beach

In Denham haben wir unseren ersten freilaufenden Emu gesehen der sich offensichtlich nur von hinten fotografieren lassen wollte.
Emu
Ein weiterer Ausflug sollte der Francoise Péron National Park werden. Leider mussten wir auf der hälfte des Weges merken, dass wir dafür einen Vierradantrieb brauchen und mussten somit an der ersten Station des Parks umdrehen. Somit sind wir direkt weiter in das Monkey Mia Dolphin Resort weitergefahren, wo wir eine Unterkunft reserviert hatten.
Appartement in Monkey Mia Dolphin Resort
Bereits am Abend haben uns am Strand direkt an unserem Appartement mehrere Pelikane und drei Delphine erwartet.

Pelikane am Strand
Am nächsten Morgen gab es nach Sonnenaufgang eine Fütterung von wildlebenden Delphinen die direkt an den Strand kommen.

Robert am Strand von Monkey Mia
Sonnenaufgang am Strand
Das war meine erste Begegnung mit frei lebenden Delphinen, die cirka nur 2 Meter von mir entfernt waren. Das war wirklich sehr beeindruckend und aufregend.
Delphine

So ich hoffe konnte Euch ein paar Eindrücke von meinen Erlebnissen im fernen Australien vermitteln können und hoffe, dass ich in den nächsten Wochen meine Berichte etwas regelmäßiger ins Netz setzten kann!
Alles Liebe von Eurem Lenchen
19:03 - 25.04.2009 - {0}
Anfang April bin ich aus meinem alten Companiehouse in der Forrest Street in das zweite der Häuser in den Moran Court gezogen. Habe nun ein Zimmer das nicht mehr der Größe eines Schuhkartons gleicht und einen schönen blick aufs Meer hat. Die neuen zwei Mitbewohner (Simone und Wolfgang) sind sehr nett und ich fühle mich in dem hellen Haus mit etwas dickeren Wänden sehr wohl.
Blick aus meinem Fenster aufs Meer
Mein neues Zimmer
Die Küche
18:56 - 25.04.2009 - {0}
Die 11 km lange und 4,5 km breite Insel Rottnest Island („Rotto“) liegt etwa 19 km von Fremantle entfernt und ist nur durch eine Fähre vom Festland aus zu erreichen. Anfang März haben Robert, Eric und ich unsere Fahrräder früh an einem Sonntagmorgen geschnappt und sind zum Bootsanleger in Fremantle gefahren. Die Überfahrt dauerte 25 Minuten. Die Insel empfing uns mit strahlendem Sonnenschein und 38 Grad.
Robert, Ich und Eric auf Rottnest Island
Auf unseren Fahrrädern ging es Richtung Norden. Auf dem Weg zum Leuchtturm überquerten wir zwei große Salzseen die einer Mondlandschaft glichen.

Ich auf der Salzkruste am Rand der Seen
Salzkruste in der Nahaufnahme
Die Insel ist von kleinen, süßen Quokkas besiedelt, die es nur auf dieser Insel gibt und die ihr auch den Namen gaben (niederländische Endecker dachen es wären riesige Ratten: Rotte-nest = Rattennest). Wie man auf dem Bild erkennen kann sind diese sehr zutraulich und lassen sich gerne füttern.
Ein zutraulicher Quokka lässt sich von mir streicheln
Auf der Insel gibt es die wohl schönsten Tauch- und Badestrände an der Westküste Australiens. Somit haben wir uns Stunden an einer schönen Bucht zum tauchen und planschen aufgehalten.
Strand im Norden der Insel

Nach einem aufregenden und ereignisreichen Tag auf der Insel mit den vielen Bergen haben wir die Fähre zurück zum Festland genommen.
18:41 - 25.04.2009 - {0}
An meinem Geburtstag habe ich eine Fahrradtour zum Leighton Beach nördwestlich von Fremantle mit fast allen SD-Mitbewohnern und -Kollegen gemacht. Jeder hat was Leckeres zum Essen für ein Picknick mitgebracht. Ich habe ein paar lustige Strandspiele vorbereitet, das Wetter war super und wir hatten jede Menge Spaß.
Das Geburtstagskind steht Kopf (v.l.n.r. Robert, Eric, Ich, Wolfgang, Thomas)

Lustige Pyramidenformationen
Nur sehr schade, dass ihr meine Familie und Freunde nicht dabei sein konntet. Habe Euch sehr vermisst! Am Abend sind wir noch in eine Kneipe in Fremantle gegangen und haben den Tag mit ein paar Bier ausklingen lassen.
18:33 - 25.04.2009 - {0}
Hallo ihr Lieben,
nach dem ihr lange nichts mehr von mir gehört habt werde ich nun endlich meine Erkundungstouren, Erlebnisse und Eindrücke der letzten Wochen für Euch dokumentieren. Ich habe Euch nicht vergessen, sondern war vielmehr sehr beschäftigt.
Ende Februar/Anfang März konnte ich, dank eines weiteren Feiertages in Australien, 275 Kilometer südlich von Perth/Fremantle für drei Tage nach Margaret River fahren. Mit einem Mietwagen, Simone, Wolfgang, Thomas, Björn und einer Menge Campingkrempel sowie zwei Bodyboards ging es Richtung Sonne, Strand und Meer. Unsere erste Station führte uns zu einem wunderschönen Strand in der Nähe von Brusselton.
Beach in Brusselton

Nach einem ausgiebigen Bad im kristallklaren, himmelblauen Wasser und einem kampfreichem Beachfußballspiel im weißen Sand sind wir weiter nach Margaret River gefahren. Nach dem wir alle Campingplätze erfolglos angefahren hatten (Publicholidays sind in Australien Kampftage) sind wir in einer kleinen Pension bei einer alten Dame untergekommen. Und haben den Tag in einer Kneipe in der Stadt feuchtfröhlich ausklingen lassen.
In einer Kneipe in Margaret River (Ich, Thomas, Simone, Björn, Wolfgang)
Am nächsten Morgen wurden wir um 10 am aus der Pension geworfen, da wir schön verschlafen hatten. Es regnete in Strömen, blitzte und donnerte und die alte Dame (Edna) war sichtlich verärgert über unsere verspätete Abreise (da können wir wohl nicht noch mal nächtigen). Nachdem wir uns nach einem Frühstück im Café auf einen der vielen Campingplätze für die nächste Nacht einen Platz sichern konnten, sind wir zur Mammoth Cave eine Tropfsteinhöhle gefahren. Mit Kopfhörern bewaffnet haben wir begleitet von einem virtuellen Hohlenführer die beeindruckende Höhle besichtigt und einen Rundgang durch den Cave Country (Forrest Walk) gemacht.
Ich mit Kopfhörern im Eingang der Mammoth Cave
In der Tropfsteinhöhle
Bei den Klettertouren über die jahrhundertealten Bäume gab es auch gleich die ersten Verletzten. Simone hat sich einen tiefen Stachel ins Bein gerammt, den wir erfolglos probiert haben herauszuoperieren.
Simone mit dem Stachel im Bein und die erschrockene Meute
Im Anschluss sind wir zu einem der schönsten Strände die ich bisher gesehen habe gefahren. Dank des starken Windes an diesem Tag wurden wir mit riesige Wellen und Sonnenschein belohnt und konnten die zwei Bodyboards waghalsig zum Einsatzbringen.
Strand nahe Margaret River
Nach einer stürmischen und zum Teil regnerischen Nacht im Zelt sind wir zum Staudamm in Margaret River gefahren. Die Region hat enorme Wassernotprobleme und Socialdata hat derzeit ein Projekt zur Verhaltensänderung des täglichen Wasserverbrauches der Haushalte gestartet. Na ja noch ist im Staudamm etwas Wasser, wie man unschwer erkennen kann. Eingeschlossen war eine Rundtour durch das umgebende Waldgebiet.
Staudamm von Margaret River
Rundgang im Wald
Zum Abschluss unserer Tour sind wir an einem Strand gelandet mit atemberaubenden Wellen und schwimmverbot. Na ja Bodyboarden ist ja nicht schwimmen und somit haben Thomas und ich uns trotz Kälte und Sturm in die Wellen gestürzt.
Am stürmischen Wellenstrand
18:09 - 25.04.2009 - {0}
Hallo ihr Lieben,
endlich wieder ein Lebenszeichen von mir. Nun sind bereits drei Wochen wie im Fluge um und ich habe mich in Freo (Fremantle) ganz gut eingelebt. Das erste was ich in meinem neuen Job gelernt habe ist: "Es kommt alles anders und zweitens als man denkt". Was bedeutet, dass ich weiterhin in Freo arbeite und lebe. Die letzten Wochen habe ich damit zugebracht mich im Linksverkehr, in der Stadt und bei der Arbeit zurecht zu finden. Die Arbeit ist sehr interessant und anspruchsvoll und ich bin noch dabei mich einzuarbeiten. Auf englisch ist das ja noch mal eine ganz andere Geschichte. Das Prison ist ein wirklich sonderbare Lokation zum Arbeiten.
Das Prison von innen
Meine Zelle (s. oberstes Stockwerk erste Tür links) teile ich mir mit Simone. Wir arbeiten und koordinieren zusammen die Interactiv Phase im LivingSmart Projekt. Wenn ich meine genauen Aufgaben definiert habe werde ich darüber mehr berichten.
Der sehr gemütliche Gefängnishof
Meine erste Investition habe ich in der ersten Woche in ein 80$ (40€) teures Fahrrad aus dem Supermarkt getätigt. Wirklich ein Schnäppchen bei dem ich absolut am falschen Ende gespart habe. Bereits beim zusammenbauen hat es mich zur Weißglut geärgert. Mich nicht unterkriegend habe ich am ersten Wochenende eine Fahrradtour mit Simone nach Subiaco (südwestlich von Perth) gemacht. In Subiaco wohnt Ariana eine Amerikanerin die bei uns im Büro arbeitet und die wir zum Viedeoabend besucht haben. Dabei sind wir immer am Flußufer (Swan River) gefahren. Die Landschaft war wirklich wunderschön.
19:10 - 24.02.2009 - {1}
Hallo ihr Lieben,
ich bin am Sonntag, den 01.02 nachts um 2h (MEZ Sa. 18h) nach fast 24h in Perth gelandet. Der Flug war ziemlich anstrengend und aufregend. In Singarpur hatte ich durch eine Verspätung lediglich 20 Minuten zum Umsteigen und musste bei 30 Grad über den Flughafen flitzen.
Lena im Flugzeug nach Singarpur (11:50 Stunden)
Am Flughafen stand Hendrik, Socialdata Mitarbeiter und mein neuer Mitbewohner, um mich abzuholen. Mit dem Auto sind wir dann bei immer noch 29 Grad (nachts!) nach Fremantle gefahren. Hier wohne ich nun für die nächsten zwei Wochen in der Forrest Street.
Einfahrt zum Haus in der Forrest Street
In der Zeit werde ich im Prison (umgebautes ehemaliges Gefängnisgebäude) arbeiten und mich in die Projekte einlesen und meine Kollegen kennenlernen. Danach werde ich vorraussichtlich nach Mandurah umziehen (ca. 71km südlich von Fremantle) und dort in eines der Fieldoffices arbeiten. Berichte darüber mehr, wenn es soweit ist.
Habe ein nettes kleines Zimmer in einer recht kaotischen WG, mit drei sehr lieben Mitbewohnern.
Mein Zimmer: klein aber mein
Am Sonntag habe ich eine kleine Stadtführung durch Fremantle bekommen und am Abend ein Begrüßungsgrillabend (die Aussis lieben Barbie [Barbecue]). Fremantle ist wirklich eine kleine süße Stadt mit Hafen und vielen kleinen Häusern.
Der Hafen mit Strand von Fremantle
Bis die Tage.
Liebe Grüße
Eure Lena
19:47 - 4.02.2009 - {3}
Hallo ihr Lieben,
meine letzten Grüße an Euch aus Hamburg. In drei Tagen geht es los nach Australien, Fremantle und langsam werde ich auch schon ganz aufgeregt.
Über meinen Blog möchte ich Euch in den kommenden 7 Monaten auf dem Laufenden halten und berichten was ich so mache in "Down Under".
Ich werde Euch alle sehr vermissen. Hier sind noch ein paar Bilder von meiner Abschiedsparty. Habe mich sehr gefreut, dass ihr alle gekommen seid und sogar Elvis mir die Ehre erwiesen hat.
Bis die Tage dann Live aus Fremantle,
alles Liebe Eure Lena
19:59 - 28.01.2009 - {2}
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